Familienstart digital – Unkomplizierter Start ins Leben

Unser Antrag an die FU-Landesversammlung:

Die CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag wird aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass nach der Geburt eines Kindes in Deutschland ein zentraler digitaler Familienstart-Dienst eingerichtet wird. Dieser Dienst soll:

  1. Eine Einmalregistrierung der Geburt über ein sicheres Online-Portal ermöglichen (z. B. über Bund-ID / eIDAS).
  2. Automatisch erforderliche Anträge vorab generieren und datenschutzgerecht an die zuständigen Behörden weiterleiten (z. B. Standesamt, Familienkasse, Elterngeldstelle, Einwohnermeldeamt, Krankenkasse).
  3. Eltern eine übersichtliche Benutzeroberfläche bieten, über die sie alle relevanten Formulare bestätigen oder ergänzen können.
  4. Fristenkontrolle, Fortschrittsanzeige und Rückfragenmanagement integrieren.

Begründung:

Der bisherige Ablauf nach einer Geburt ist fragmentiert: Eltern müssen persönlich beim Standesamt vorsprechen, Elterngeld und Kindergeld getrennt beantragen, Krankenkassen kontaktieren, das Kind anmelden etc. Das ist insbesondere für junge Familien eine unnötige Belastung und Zeitaufwand.
Ein solcher digitaler Familienstartdienst vereinfacht nicht nur den Prozess für Eltern, sondern spart auch Ressourcen in Kommunen und Landesverwaltungen und erhöht die Datensicherheit durch einmalige Dateneingabe.

Andere Länder machen es Familien einfacher: In Singapur beispielsweise läuft die Geburtsregistrierung über das Portal LifeSG, welches Eltern ermöglicht, die Geburt online einzureichen, digitale Geburtsurkunden herunterzuladen und mit einer digitalen Identität zu verwalten.

In der Ukraine wurde 2019 das „eBaby-Projekt“ gestartet. Hier wird eine digitale Geburtsregistrierung erstellt, die für neun weitere digitale Prozesse ohne weitere persönliche Vorsprache verwendet werden kann.