Unser Antrag an die FU-Landesversammlung:
Die CSU-Landesgruppe im Bundestag wird aufgefordert, sich dafür einsetzen, einen zentralen digitalen Dienst für Todesfall-Meldungen und Folgeprozesse zu schaffen. Dieser Dienst soll:
-Die Meldung eines Todesfalls durch Angehörige oder Bestattungsunternehmen über ein zentrales, sicheres Online-Portal ermöglichen.
-Automatisch relevante Verwaltungsprozesse anstoßen – etwa beim Standesamt, der Meldebehörde, Rentenversicherung, Nachlassgericht, Krankenkasse und weiteren betroffenen Stellen.
-Den Angehörigen eine übersichtliche digitale Oberfläche bereitstellen, über die sie notwendige Formulare bestätigen, ergänzen und Rückfragen klären können – mit Statusanzeige und Fristenüberblick.
Begründung
Ein Todesfall bedeutet für Angehörige Trauer, Belastung und oft auch Überforderung durch bürokratische Anforderungen. In Deutschland sind die Abläufe bis heute komplex, papiergebunden und dezentral: Sterbeurkunde, Wohnsitzabmeldung, Rentenansprüche, Nachlassregelungen und Versicherungsfragen erfordern jeweils gesonderte Schritte und Kontakte mit verschiedenen Stellen – häufig unter hohem Zeitdruck.
Andere Länder gehen längst moderne Wege: In Norwegen z.B. bündelt der digitale Dienst „Digital Estate“ den Zugriff auf Informationen zu Konten, Renten und Nachlassangelegenheiten über ein Online-Portal.
Auch in Deutschland sollte es möglich sein, dass mit dem offiziellen Vermerk des Todes automatisiert alle relevanten Behörden informiert und Antragswege angestoßen werden und dies datenschutzkonform und entlastend für die Hinterbliebenen.
Ein solches Modell verhindert doppelte Wege, sorgt für eine moderne, verlässliche Abwicklung und erspart Angehörigen unnötige Belastung in einer ohnehin schweren Zeit.