Bayerisches Berufsorientierungsjahr für Schulabgänger

Unser Antrag an die FU-Landesversammlung:

Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag wird aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass ein berufsvorbereitendes Jahr als freiwilliges Angebot an alle Schulabgänger in Bayern gemacht werden kann. Hierfür ist eine Struktur, sowie eine operative Umsetzung von Seiten geeigneter staatlicher Stellen zu entwickeln.

Angedacht ist ein 12-monatiges Praktikums-Programm, welches über 4 Stationen zu je 3 Monaten läuft, und Schulabgängern aller Schularten (Mittelschule, Realschule, Gymnasium, andere) einen Einblick in unterschiedliche Arbeitsfelder ermöglicht. Es sollten 4 Stationen gewählt werden, die aus den Feldern:

  • Kaufmännischer Bereich 
  • Soziales
  • Handwerk / Gewerbe
  • Naturwissenschaftlich / IT / MINT
  • Künstlerisch / Kreativ
  • Etc.

ausgewählt werden.

Die Praktikumsvergütung könnte analog dem Freiwilligen Sozialen Jahr gestaltet werden und von den jeweiligen Praktikumsbetrieben übernommen werden. 

Die Koordination der Einsätze müsste von geeigneten staatlichen, oder staatlich beauftragten Stellen übernommen werden.

Ziel ist es, die mitunter unsichere Ausbildungs- und Studienwahl von Schulabgängern sinnvoll zu unterstützen, um die hohe Rate von Ausbildungs- oder Studienabbrechern zu reduzieren.

Vor dem Hintergrund des akuten Fachkräfte- und Arbeitskräftemangels, sollen alle vorhandenen Arbeitsmarktpotentiale gehoben werden.

Begründung: 

Das Wirtschaftswachstum, bzw. die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist beeinträchtigt durch den akuten Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel. Zur gleichen Zeit wissen viele Schulabgänger nicht passgenau, welche Ausbildung, Lehre oder Studium zu ihnen passt. Wichtige Arbeitsfelder, z.B. im MINT Bereich und in sozialen Berufen, aber auch im Handwerk, bleiben unterbesetzt, weil vielen jungen Menschen die praktischen Arbeitsfelder unbekannt sind.

Die im ‚falschen Fach‘ gelandeten Azubis oder Studierende bringen oft nicht ausreichende Kompetenzen oder Motivation mit. Abbruch kostet alle Beteiligten Zeit und Geld. 

Ein freiwilliges Angebot an einem berufsvorbereitenden Jahr soll hier Abhilfe schaffen, und junge Menschen mit unterschiedlichen Bereichen des Berufs- und Arbeitslebens vertraut machen. Ein solches Programm müsste zentral koordiniert und gemanagt werden, um den nötigen Skaleneffekt zu erreichen.